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Erwachsene mit angeborenem Herzfehler (EMAH)

Fotolia/Cornelia Pithart

In Deutschland leben schätzungsweise 150.000-200.000 EMAHs und  etwa 120.000 Kinder mit angeborenem Herzfehler.

Während die Kinder medizinisch gut versorgt sind, fallen die EMAHs mit Erreichen des 18. Lebensjahrs meist in ein Betreuungsloch. Der Kinderkardiologe ist in der Regel nun nicht mehr zuständig.

Andere Kardiologen wiederum haben in ihrer Ausbildung meist lediglich Kenntnisse über Herzerkrankungen erworben, die erst im Erwachsenenalter auftreten und mit angeborenen Herzfehlern nichts gemein haben.

Doch EMAH brauchen eine spezialisierte Behandlung. Daher hat eine EMAH-task-Force, in der auch der
Bundesverband Herzkranke Kinder aktiv mitgewirkt hat, Leitlinien und Empfehlungen entwickelt.

 

Ich bin ein EMAH (Erwachsener mit angeborenem Herzfehler) und kann meinen Beruf nicht mehr wie bisher ausüben.
Welchen Anspruch auf Rentenleistungen bzw. Erwerbsminderung habe ich?

Betriebliches Eingliederungsmanagement

Integration durch Rentenversicherung

Ich bin ein EMAH und möchte ein Kind.
Was gibt es zu beachten?



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Medizinische Leitlinien zur Behandlung von Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern (EMAH Leitlinie)

Empfehlungen zur Qualitätsverbesserung der interdisziplinären Versorgung von Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern (EMAH Strukturpapier)

Erwerb der Zusatzqualifikation zur Behandlung von Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern

Empfehlungen für Erwachsenen- und Kinderkardiologen zum Erwerb der Zusatzqualifikation "Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern"

 

Hier finden Sie eine Liste von Ärzten, die eine EMAH-Zusatzqualifikation bereits erworben haben.

Herzrhythmusstörungen

Die Behandlung von Herzrhythmusstörungen bei Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern (EMAH) hat sich von einer medikamentös geprägten Therapie gewandelt hin zu interventionellen Verfahren wie der Katheterablation oder der Implantation von Schrittmachern oder Kardioverter-Defibrillator.

Der Langzeiterfolg der therapeutischen Maßnahmen ist sowohl vom hämodynamischen Status des Patienten und der Art der Herzrhythmusstörung abhängig als auch vom zugrunde liegenden Vitium und den durchgeführten operativen Eingriffen. Tachykarde Rhythmusstörungen werden vorwiegend medikamentös und mit elektrischer Kardioversion therapiert. Sowohl akut als auch im Langzeitverlauf ist eine individuelle Thrombembolieprophylaxe (Vorbeugung gegen Embolie) wichtig.

Bei supraventrikulären Tachykardien scheint im Langzeitverlauf die Katheterablation einer medikamentösen Therapie überlegen. Bei symptomatischen bradykarden Herzrhythmusstörungen (z.?B. Sinusknotendysfunktion) muss meist ein Schrittmacher implantiert werden. Bei ventrikulären Tachykardien wird ebenfalls zunehmend die Katheterablation eingesetzt.

Die Behandlung von Herzrhythmusstörungen bei EMAH-Patienten sollte in einem spezialisierten Zentrum erfolgen.

Mehr Info: https://www.springermedizin.de/ventrikulaere-tachykardien--vt/elektrische-und-interventionelle-therapie-des-vorhofflimerns/herzrhythmusstoerungen-bei-erwachsenen-mit-angeborenem-herzfehle/10195316?wt_mc=nl.upd.SM_NL_UPDATE_KARDIOLOGIE.Managment

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