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Am 04.05.2019 machten wir mit über 70 Demonstranten, die jüngsten im  Kinder-oder Bollerwagen, im Rollstuhl oder zu Fuß auf den Pflegenotstand auf Kinderherzintensivstationen aufmerksam: mit Trillerpfeifen, gelben und roten Warnwesten, Transparenten und Fahnen bestückt erregten wir (gewollt) Aufmerksamkeit für das drängende Problem: Betten auf Kinderintensivstationen müssen geschlossen werden, weil Kinderpflegekräfte fehlen. In der Kinderherzchirurgie müssen dringend notwendige Herzoperationen abgesagt bzw. um mehrere Monate verschoben werden.

Der WDR hat in der „Aktuellen Stunde“ vom 04.05. über unsere Aktion berichtet:

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/aktuelle-stunde/video-herzkranke-kinder-leiden-unter-pflegenotstand-100.html

Unterzeichnen auch Sie unsere Petition

Teilen und leiten Sie es weiter und helfen Sie uns so, diesen dramatischen Missstand an die Öffentlichkeit zu tragen!

Es ist 5 vor 12!

Das zeigen auch die Kommentare vom Pflegepersonal auf unserer Seite:
https://www.openpetition.de/petition/kommentare/kinder-in-gefahr-pflegenotstand-stoppen?sortierung=gewichtung&seite=15

„Ich arbeite selbst auf einer Kinderintensivstation. Eltern vertrauen uns ihr Ein und Alles, ihr Herz, ihren Lebensinhalt, an. Es gibt so viele Tage an denen ich länger bleibe um meine Arbeit zu schaffen und mit gutem Gefühl die Kinder zu verlassen. Zu Hause überlege ich, ob ich auch nichts vergessen und keinen Fehler gemacht habe. Wir müssen Kinder zu früh auf normale Stationen verlegen, damit wir schnell wieder einen Platz für den nächsten kleinen Patienten haben. Meist kommen wir nicht zum Essen. Nur noch schnell das zu Ende machen und dann trinke ich endlich mal etwas. Dann geht es weiter ohne Pause. Ich bin so müde vom ständigen Einspringen. Meine Familie ist enttäuscht, weil ich immer Absage und mein Dienstplan so unbeständig ist. Mein Kind weint, weil ich wieder nicht zu Hause bin. Ich liebe meinen Beruf. Aber das soll ich noch 30 Jahre durchhalten? Es muss sich etwas ändern. JETZT!!!“

„Als Stationsleitung einer Kinderstation finde ich momentan kaum qualifiziertes Personal. Krankenschwestern müssen lange eingearbeitet werden, haben zum Teil Ängste.“

„Ich selbst bin Kinderkrankenschwester und möchte bald unter diesen Voraussetzungen nicht mehr arbeiten. Es war mein Traumberuf, das ist sehr traurig.“