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Können Wellness gar nicht nutzen, haben uns bereits gar gewandert.

Heimbach nach Roetgen, 33,6km geplant. Wollten uns heute gegen 11 Uhr mit Mitarbeitern der Medizintechnikfirma treffen. Sollten also nicht zu spät dort eintreffen, aber die 15km bis zum Treffpunkt mussten wir auch erstmal wandern, dazu die nötige Pause. Also Wecker auf 05:15 gestellt und um 06:45 Uhr ohne Frühstück gestartet, weil es das im Hotel erst ab 8:00 Uhr gab. Aber gleich am ersten Anstieg merkte ich, dass mir einfach die Kraft fehlte. Brigitte hatte zwei Bissen Brot gegessen, aber das wollte ich nicht. Siehste das haste nun davon! Also zwei Traubenzucker eingeworfen, dann war der Energievorrat wieder aufgefüllt und wir schafften die zwei steilen Steigungen. Oben ging es in den Wald und da sahen wir richtig, was Wildschweine so anrichten können. Ganze Wiesen (keine Nutzwiese) waren regelrecht umgepflügt, als hätte ein Traktor die Wiese unterpflügen wollen. Wir dachten nur, hoffentlich kommen wir nicht in so ein Rudel hinein. Aber es zeigte sich heute keine Sau 😀
In Schmidt (so heißt der Ort wirklich) gab es einen Bäcker, der geöffnet hatte. Da holten wir uns einige Brötchen und setzten uns zufällig in der Nähe des Wahllokales zur Pause hin (NRW-Wahl).
Jetzt müsst ihr euch vorstellen, wir, Schuhe aus, Strümpfe aus, Rucksäcke neben uns, Brotzeit machend, und gegenüber gehen alle Anwohner im Sonntagsstaat zur Landtagswahl. Also einige verwunderte Blicke gab es schon, aber mehr nicht. Nach der Pause ging es Richtung Simonskall, wo wir die Mitwanderer treffen wollten. Noch einen knappen km vom Wanderparkplatz, wo sie warteten entfernt, zweigte der Weg nach Simonskall aber ab und ging steil nach unten. Wenn wir jetzt zum Parkplatz gehen würden, müssten wir erst den Weg steil nach unten gehen und dann auf dem Rückweg wieder steil nach oben. Davon waren wir nicht so begeistert. Also riefen wir Christel an, ob sie nicht den Weg zu uns kommen könnten. Dann versuchten wir zu beschreiben, wie die Wege bezeichnet waren und sie gingen los. Also nach etwa 40 Minuten kamen sie aus einer ganz anderen Richtung bei uns an! Aber wir hatten uns gefunden. Nach der Vorstellungsrunde mit Christel, Trude, Hermann und Wilfried, ging es weiter Richtung Kalltalsperre, an der wir die nächste Pause machen wollten. Allerdings gab es dort kein Café, so dass wir auf unsere Vorräte angewiesen waren. Auf dem weiteren Weg gab es viel zu erzählen, aber diesmal passte ich besser auf, dass wir nicht falsch abbogen. In Lammersdorf wollten wir gerne eine Kaffeepause einlegen, aber die Konditorei hatte geschlossen. Im Restaurant, das wir doch noch fanden, gab es, mangels Kuchen, die etwas seltsame Kombination von Apfelschorle, Kaffee und Pommes Frites, wozu uns Christel einlud (Danke Christel).
Der Rest des Weges, noch knapp 10 km, verlief auf dem Vennbahnradweg, der auf einer ehemaligen Bahnlinie, leicht bergab bis Roetgen verlief. Ein paar Regentropfen fielen auch noch, doch die Wolke verzog sich wieder. Am Hotel hatten wir dann doch wieder etwas mehr auf dem Zähler, nämlich 36,4km 😫.
Nach dem abschließenden Bild verabschiedeten wir uns von der sehr netten Gruppe und bezogen unser Zimmer. Das Hotel hatte einen großen Saunabereich, aber wir waren einfach zu müde dafür.

Tagesbericht von Reiner Gauß