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fotolia/Konstantin Yuganov

Derzeit kursieren insbesondere Influenza-B-Viren, die direkt das Herz infizieren und so nicht nur zum Herzinfarkt, sondern auch zu einer schweren Herzmuskelentzündung (Myokarditis) führen können. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt daher seit Januar 2018 eine Grippe-Impfung mit einem Vierfach-Impfstoff. Das gilt vor allem für Menschen ab 60 Jahren, aber auch für chronisch Kranke, wie z.B. herzkranke Kinder.

Ursachen:

  1. Die Impfbereitschaft hat deutlich nachgelassen,
  2. Zum zweiten Mal in Folge ist der am meisten verbreitete Erregerstamm durch den verwendeten Dreifach-Grippe-Impfstoff nur unzureichend abge

 

Auswirkungen:

  1. Bereits bei geringer körperlicher Belastung kann es bei Grippe-Erkrankten zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen
  2. Von einer Herzmuskelentzündung erholen sich etwa 60 bis 70 Prozent der Betroffenen ohne Folgen. In den anderen Fällen bleibt eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Herzschwäche zurück.
  3. Die Zahl der Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD und schwere Lungenentzündungen ist dramatisch angestiegen.
  4. Die Notaufnahmen müssen ein Drittel mehr Grippekranke im Vergleich zum Vorjahr behandeln. Auch Arztpraxen und Krankenhäuser sind davon weit über das normale Maß hinaus belastet und können auf die zeitlich begrenzte Erhöhung der Patientenzahlen nicht angemessen reagieren. Das führt zu langen Wartezeiten in den Praxen, aber auch zu Verschiebungen von Eingriffen, die nicht unbedingt zeitnah notwendig sind. Auch das pflegerische und ärztliche Personal bleibt von der Welle nicht verschont und fehlt bei der Versorgung der Kranken.
  5. Neben der Grippewelle gibt es ungewöhnlich viele Virusinfektionen, bei denen eine Behandlung mit Antibiotika sinnlos ist.
  6. Ein Viertel der Erkrankten sind schwere Fälle mit akuter Herzbeteiligung.

 

Ein guter Schutz vor Ansteckung mit Viren ist häufiges und gründliches Händewaschen. Es reduziert das Infektionsrisiko um bis zu 50 Prozent.