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Etwa 500 Patienten warten laut Schätzungen der Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) jedes Jahr auf eine Herzklappe aus einer Gewebespende – viele davon sind Kinder. Nicht einmal die Hälfte kann mit einem passenden Transplantat versorgt werden. Ersatzweise bekommen sie eine tierische oder künstliche Herzklappe, die jedoch nur begrenzt haltbar ist und eine hohe Abstoßungsgefahr birgt. Zudem sind bei künstlichem Klappenersatz „blutverdünnende“ Medikamente notwendig, die bei Stürzen oder Verletzungen zu andauernden, inneren und äußeren Blutungen führen. Das ist bei alten Menschen nicht angenehm. Bei Kindern aber, die noch laufen lernen müssen oder deren Mitschüler auf dem Schulhof toben, kann das dramatische Folgen haben und die Lebensqualität empfindlich beeinträchtigen. Außerdem wachsen die künstlichen Herzklappen nicht mit und müssen meist bei einer weiteren OP am offenen Herzen ausgetauscht werden.

istock/Tashi Delek

 

 

Der akute Versorgungsengpass liegt laut DGFG an mangelndem Wissen über die Gewebespende und der dadurch fehlenden Entscheidungsfindung zu Lebzeiten. Deshalb hat sie einen 7-Minuten-Aufklärungsfilm „Wissen spart Zeit“ zur postmortalen Herzklappenspende mit  zwei Empfängern einer zellfreien Spenderherzklappe gedreht: 96-Torhüter Philipp Tschauner und Herzklappenempfänger Dane Lees im Tor.

Der Film wird am 09.10.2018 um 14.00 Uhr präsentiert in der HDI-Arena, Robert-Enke-Straße 3, 30169 Hannover:

https://www.gewebenetzwerk.de/pressekonferenz-dgfg-aufklaerungsfilm-herzklappenspende/.

Danach stehen die Referenten für Fragen und Fotos und Einzelinterviews zur Verfügung:

  • Dr. med. Samir Sarikouch, Oberarzt der HTTG, Medizinische Hochschule Hannover: Implantation dezellularisierter Herzklappen – Hoffnung für junge Patienten
  • Martin Börgel, Geschäftsführer der DGFG: Herausforderungen in der Herzklappenspende

 

Anmeldung bis 08.10.2018 an K. Becke, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, DGFG: 0511 – 563 559 355 oder presse@gewebenetzwerk.de