Seite auswählen

istock/radist

Nicht nur hohe Temperaturen bringen eine vermehrte Belastung für kranke (und gesunde) Kinderherzen mit sich: vor allem beim Grillen können Keime, wie z.B. Salmonellen, Campylobacter oder Hepatitis E in und an Lebensmitteln Darm- und Leberinfektionen verursachen. Bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit vermehren sie sich besonders bei Fleischprodukten sehr schnell. Diese und andere tierische Produkte sollten gut durchgegart werden, rät die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS).

Etwa 60.000-70.000 Fälle von bakteriellen Durchfallerkrankungen mit Bauchschmerzen und Übelkeit registriert das Robert Koch-Institut (RKI) jedes Jahr (neben einer hohen Dunkelziffer von nicht-gemeldeten Erkrankungen); verursacht durch das Bakterium Campylobacter vor allem bei nicht durchgegartem Hähnchenfleisch.

Etwa 14.000 Durchfallerkrankungen werden durch Salmonellen übertragen, häufig durch Hackfleisch oder rohe Eierspeisen.

Infektion mit Hepatitis E-Viren entstehen durch unzureichend gegartes oder luftgetrocknetes Schweine- oder Wildfleisch. Bei Menschen mit eingeschränkter Immunabwehr kann die Erkrankung schwer verlaufen und auch auf andere Organe übergreifen.  

Insbesondere Menschen mit einem erhöhten Risiko für schwere Infektionsverläufe sollten tierische Lebensmittel, wie Fleisch, Produkte mit rohem Ei oder roher Milch oder Meerestiere nur vollständig gegart/abgekocht verzehren und Salate und Sprossen sorgfältig gewaschen.

Antibiotikaresistenten Bakterien verursachen laut PD Dr. med. Roger Vogelmann von der DGVS: „…gewöhnlich selbst keine Erkrankung – sie sind vor allem deshalb problematisch, weil sie prinzipiell in der Lage sind, im Darmtrakt ihr genetisches Material mit anderen Bakterien auszutauschen und es auf diese Weise zur Entstehung von Resistenzen bei anderen, krankmachenden Bakterien kommen kann.“ Auch resistente Bakterien werden durch ausreichendes Erhitzen von Fleisch abgetötet.

Quelle: www.dgvs.de