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Literaturtipps

Unsere Empfehlungen.
In der Mitte schlägt das Herz

Autor: Prof. Dr. René Prêtre
Verlag: Rowohlt
ISBN: 978-3-498-05278-2

Von der großen Verantwortung für ein kleines Leben

Was empfindet ein Arzt, wenn er ein Neugeborenes operiert, dessen Leben am seidenen Faden hängt? Was sagt er einem schwerkranken Mädchen, das Angst hat, zu sterben? Und wie reagiert ein erfahrener Kinderherzchirurg, wenn in einem improvisierten OP in Kambodscha während des Eingriffs der Strom ausfällt?
René Prêtre wuchs auf einem Schweizer Bauernhof auf – und wurde zu einem der angesehensten Herzchirurgen der Welt. Sein Weg war außergewöhnlich, und ebenso außergewöhnlich sind die Schicksale, mit denen Prêtre heute zu tun hat.
In seinem Buch zeichnet er seinen Weg nun nach und berichtet vom Kampf gegen einen viel zu frühen Tod, von Hoffnung und Zweifeln und vom Glück, das er empfindet, wenn ein operiertes Kinderherz wieder zu schlagen beginnt.

Einen Herzschlag entfernt

Autor: Tracie Frank Mayer
Verlag: SCM Hänssler
ISBN: 978-3-7751-5805-3

 

Tracie Frank Mayer brachte ihren Sohn Marc mit nur einer Herzkammer zur Welt – das war im Jahr 1984. Sie war gerade aus den USA nach Deutschland gezogen und hatte den deutschen Vater ihres Kindes geheiratet. Im Krankenhaus sagte man ihnen, es gäbe keine Operation, die Marc retten könne. „Lassen Sie ihren Sohn sterben“, lautete die Hiobsbotschaft des behandelnden Arztes.

Trotz ihrer Ängste und Verzweiflung nahm Tracie Frank Mayer all ihren Mut zusammen und machte sich auf die Reise zu Kardiologen, die Marc operieren würden. Ein Kardiologe in Boston rettete ihm schließlich das Leben. Heute lebt Marc mit einem sogenannten „Fontankreislauf“, der ihm ein normales Leben ermöglicht

Penguin Bloom

Autor: Cameron Bloom
Verlag: Knaus Verlag
ISBN: 978-3-8135-0761-4

Ein wunderbares Buch über eine fünfköpfige Familie, die sehr Schweres und Schönes erlebt und daran fast zerbricht:
Sam, die Mutter der drei Söhne Rueben, Noah und Oliver ist nach einem tragischen Unfall mit schwersten Rückenmarksverletzungen von der Brust abwärts gelähmt und an den Rollstuhl gefesselt. Als sie gerade im Begriff ist, ihre immerwährende Zuversicht zu verlieren und in einem seelischen Abgrund zu versinken, bringen die Söhne ein verletztes, schwarz-weißes Vogelkind mit, das sie „Miss Pengiun Bloom“ nennen.

Auf rührende Art beschreibt der Vater Cameron den Genesungsprozess, die Flugversuche der kleinen Elster und wie Sam bei der Aufzucht und „Abnabelung“ ihre Lebensfreude zurückgewinnt. Wenn auch das Buch keinen Bezug zum Thema Herzfehler hat, ist diese einmalige, humorvolle und wahre Mut-mach-Geschichte (vom Fotografen Cameron mit wunderschönen Fotos bebildert) tröstlich, bezaubernd und lesenswert.

 

Herzrasen kann man nicht mähen

Autor: Johannes Hinrich von Borstel
Verlag: ullstein
ISBN: 978-3-550-08098-2

Dies ist nicht allein eine interessante, locker-flockige Einführung in die Kardiologie, es ist ein richtiges Gesundheitsbuch, flott und humorvoll geschrieben. Dazu auch eine kleine Sammlung von Kalauern – siehe Titel – oder erstaunlicher Erklärungen von Abkürzungen: EKG = „Eier-Kontroll-Griff, umgangssprachlich für die Hodentastuntersuchung“ bei der Bundeswehrmusterung – für den Kardiologen eine ganz neue Sicht dieses Begriffes.

Von Borstel, inzwischen vermutlich Jung-Mediziner und gelernter Rettungssanitäter, beschreibt in salopper Diktion den Aufbau und die Funktionsweise des Herzens, die Entstehung des Herzinfarktes und gibt, gut gemischt mit bunten Erlebnissen des Rettungssanitäters, zahlreiche Empfehlungen zur gesunden Lebensweise, speziell der Ernährung. Hier wird allerdings der positive Effekt des Knoblauchs übertrieben. Bei der Beschreibung des Elektrokardiogrammes habe ich einen der wenigen echten Fehler gefunden: nicht die QRS-Dauer entspricht der Kontraktionsphase der Kammern, sondern die deutlich längere QT-Dauer! Die Anleitung zur Reanimation ist auf dem aktuellen Stand. Bei seinen Ausführungen zum Krebs und zur Herztransplantation kann man sich an der unernsten Diktion etwas stören. Sie sind vergleichsweise kurz geraten, wohingegen der „Bettsport fürs Herz“ sehr ausführlich abgehandelt wird: „Viel besser als Medikamente, und dazu auf alle Fälle wesentlich vergnüglicher, ist möglichst häufiger Sex.“ Es folgt ein knappes Plädoyer für die Impfung, leider ohne den nötigen Hinweis auf die wichtige Masern-Impfung, sowie zwei Kapitel über Sport und Stress(-vermeidung). Unter „Das löchrige Herz“ werden auch einige angeborene Herzfehler abgehandelt.

Für den medizinischen Laien eine gute Wissensvermittlung, nicht trocken sachlich, sondern humorvoll und amüsant zu lesen..

Prof. A.A. Schmaltz, Essen

Halbes Herz – ganz gelebt

Autor: Franziska Rolfes
Herausgeber: Herzkinder OstFriesland e.V.
ISBN: 978-3-00-052181-2

Franziska Rolfes litt an einem angeborenen Herzfehler. Kurz vor ihrem Tod schrieb sie ein Buch mit Geschichten aus ihrem Leben. Geschichten, die einen zum Weinen bringen – aber auch zum Lachen.

Wer nur auf die Löcher starrt, verpasst den Käse

Autor: Zinkernagel, Sabine
Verlag: Neuefeld Verlag
ISBN: 987-3-86256-027-1

Als der Frauenarzt ihr eröffnet, dass auch ihr zweites Kind behindert zur Welt kommen wird, bricht für Sabine Zinkernagel die Welt zusammen. Dreht sich ihr Leben nun nur noch um die Defizite ihrer Söhne? Erst allmählich und mit Hilfe von außen entdeckt sie die starken Seiten ihrer beiden besonderen Kinder.

Berufstätig sein mit einem behinderten Kind

Herausgeber: bvkm.de

Wegweiser für Mütter mit besonderen Herausforderungen: Der Ratgeber des bvkm stellt Sozialleistungen für berufstätige Mütter mit einem behinderten Kind anhand konkreter Fallbeispiele dar. Er ist als erste Orientierungshilfe gedacht und macht deutlich, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Mütter behinderter Kinder in vielerlei Hinsicht erschwert ist.

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Fee – Schwestern bleiben wir immer

Autor: Feth, Monika
Verlag: Bertelsmann Jugendverlag München
ISBN: 978-3-570-30010-7

Claire hat ihre Schwester Fee verloren. Mit vier Jahren erkrankte Fee an Mukopolysaccharidose, einer unheilbaren Stoffwechselkrankheit. Fee verlor ihre Sprache, ihre Bewegungsfähigkeit und musste rund um die Uhr gepflegt werden. Mit 19 Jahren starb sie. Auf einer Motorradreise mit ihrem Freund ins schottische Hochland beginnt Claire, den Tod der Schwester zu verarbeiten und von ihr Abschied zu nehmen.

Unser Kind ist chronisch krank

Autor: Jesper Juul
Verlag: Kösel Verlag GmbH & Co
ISBN: 3-466-30683-3

Jesper Juul zeigt Wege auf, wie Eltern kranker Kinder Kraftquellen erschließen, die allen Familienmitgliedern Entlastung ermöglichen. Kraft entsteht dort, wo die eigenen Bedürfnisse ernst genommen werden und wo wir dem Kind zutrauen, schrittweise Eigenverantwortung im Umgang mit der Krankheit zu lernen. Der berühmte Familientherapeut macht Mut, Lebensfreude und die richtige Balance in der Familie zu finden.

Ratgeber angeborene Herzfehler bei Kindern

Autor: Ulrike Blum, Hans Meyer, Philipp Beerbaum
Verlag: Springer- Verlag
ISBN: 978-3-662-47877-6

Das Buch bietet Eltern und Betreuern von Herzkindern Aufklärung und Hilfestellung als Leitfaden für Fragen nach der Diagnose AHF.

Kindheit ist keine Krankheit

Autoren: Michael Hauch, Regine Hauch
Verlag: S. Fischer Verlage
ISBN: 978-3-596-03230-3

‚Entwicklungsverzögert‘, ‚hyperaktiv‘, ’sprachgestört‘: Kinder werden heute schnell als ‚auffällig‘ bezeichnet und in Therapie gesteckt. Kinderarzt Michael Hauch wehrt sich gegen Erzieher, Lehrer und Eltern, die ihn mit ihren laienhaften Diagnosen zum Rezeptautomaten degradieren. Aus langjähriger Praxis-Erfahrung weiß er: Therapien und Medikamente sind in den meisten Fällen überflüssig, sie können sogar nachhaltig schaden. Dagegen möchte er die Eltern stärken, ihren Kindern zu vertrauen und ihnen die Chance zu geben, sich nach ihrem eigenen Entwicklungsplan entfalten zu dürfen.

Denk auch an dich!

Autor: Karin Schels
Verlag: Reinhardt Verlag
ISBN: 978-3-497025-09-1

Dieses Buch enthält zahlreiche Anregungen für pflegende Angehörige, die auch in einem übervollen Pflegealltag zuhause angewendet werden können, um sich hilfreiche Gewohnheiten anzueignen, sich zu stärken und Wohlbefinden zu erleben.