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Literaturtipps

Unsere Empfehlungen.
Weitertragen
Wege nach pränataler Diagnose. Begleitbuch für Eltern, Angehörige und Fachpersonal

Autor: Kathrin Fezer Schadt und Carolin Erhardt-Seidl
Verlag: Edition Riedenburg
ISBN: 978-902943-13-2

Während der Begleitung von Eltern in und nach Schwangerschaften nach pränataler Diagnose haben die Autorinnen festgestellt, dass der gesellschaftliche Habitus nach einem auffälligen Befund am Kind mehrheitlich ein Schwangerschaftsabbruch ist. Nur selten wird konstruktiv über die Alternativen diskutiert: Austragen und Leben mit einem behinderten Kind, palliative Entbindung, Möglichkeit zur Adoptionsfreigabe – Weitertragen. Diese lebensverändernden Entscheidungen können von werdenden Eltern aber nur durch profunde Aufklärung und intensive Betreuung kompetent getroffen werden. Das Buch ist ein Plädoyer für eine solche Aufklärung, die alle Alternativen mit einschließt.

„Das ganze Kind hat so viele Fehler“
Die Geschichte einer Entscheidung aus Liebe

Autor: Sandra Schulz
Verlag: rowohlt
ISBN: 978-3-499-63221-1

Zerbrechen wir an dem Wissen, das wir uns gewünscht haben?
Sandra Schulz ist in der 13. Woche schwanger, als sie nach einer Blutuntersuchung einen gefürchteten Satz hört: «Ich habe leider kein komplett unauffälliges Ergebnis für Sie», sagt ihr die Ärztin. «Ein Schicksalsschlag», sagt ihre Familie. Sandra Schulz denkt: Redet nicht so über mein Kind! Sie kämpft um ihre ungeborene Tochter, doch heimlich nennt sie das Wunschkind, das plötzlich keines mehr ist, eine «halbe Sache» und fragt sich, ob sie ein behindertes Kind lieben können wird.
Offen, ehrlich, emotional und berührend lässt Sandra Schulz den Leser an einer Schwangerschaft teilhaben, die alles andere als unkompliziert ist.

Zwischen Hoffen und Bangen

Autor: Andrea Strachota
Verlag: Mabuse Verlag, Frankfurt
ISBN: 978-3-93830-425-9

Nahezu allen Schwangeren wird bereits in der Frühschwangerschaft angeboten, gezielt nach Auffälligkeiten beim Kind (zum Beispiel dem Down-Syndrom) zu suchen. Wenn die Ergebnisse auffällig sind, werden zumeist weiterführende Verfahren wie die Fruchtwasserpunktion oder die Chorionzottenbiopsie in Anspruch genommen. Welche Gedanken und Gefühle löst die pränatale Diagnostik bei werdenden Eltern aus? Darüber berichten in diesem Buch 14 Frauen und acht Männer, die pränataldiagnostische Verfahren in Anspruch genommen haben.

Beunruhigende Befunde in der Schwangerschaft

Autoren: Heinrich R. Schwab, Roswitha & u. Walburg
Verlag: Hugendubel Verlag
ISBN: 978-3-7205-4047-6

Werdende Mütter ab 35 zählen aus medizinischer Sicht zu den Risikoschwangerschaften – die Freude aufs Baby wird getrübt durch die Sorge um die Gesundheit des ungeborenen Kindes. Die Sozialpädagoginnen Ulrike Walburg und Roswitha Schwab beraten seit mehr als 10 Jahren Frauen, die mit beunruhigenden Befunden in der Schwangerschaft konfrontiert werden und kennen ihre Ängste. In ihrem umfassenden Ratgeber gehen sie der Frage nach den Vor- und Nachteilen der Pränataldiagnostik nach.

Mein gläserner Bauch

Autoren: Monika Hey
Verlag: DVA
ISBN: 978-3-421-04538-6

Werden bei Ultraschall, Blut- oder Fruchtwasseruntersuchung Erkrankungen oder Behinderungen des ungeborenen Kindes festgestellt, legen Ärzte schnell den Abbruch der Schwangerschaft nahe. Die werdenden Eltern stehen damit vor einer Entscheidung, die viele so nie treffen wollten.

Tim lebt!

Autor: Simone Guido, Kathrin Schadt
Verlag: adeo-Verlag/ Gerth Medien GmbH
ISBN: 978-3-86334-038-4

Tim war nicht gewollt, seine Mutter hat ihn in der 25. Schwangerschaftswoche abtreiben lassen, weil er das Down-Syndrom hatte. Aber er wollte nicht sterben. Stundenlang lag er unversorgt im Kreißsaal und wurde schließlich nach einem Schichtwechsel gerettet. Sein Gehirn hat dabei schweren Schaden genommen, außerdem ist er Autist. Als ‚Oldenburger Baby‘ hat er Medizingeschichte geschrieben und wurde zum Symbol einer Debatte um späte Schwangerschaftsabbrüche und ihre rechtlichen und ethischen Konsequenzen.

Lotta Wundertüte

Autor: Sandra Roth
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
ISBN: 978-3-462-04566-6

Lotta, drei Jahre alt, ein Schmoller, ein Schlawiner, blond, zickig, zäh, süß – und schwerbehindert. Wie lebt es sich mit einem solchen Kind? Ein ehrlicher, zutiefst berührender Bericht über Familie, Mut, Leiden und Lachen – und die Frage: Was zählt im Leben? Bei einer Routineuntersuchung erfährt Sandra Roth, dass das Gehirn ihrer Tochter nicht mit ausreichend Blut versorgt wird. Welche Konsequenzen diese Gefäßfehlbildung für das Leben von Lotta haben wird, können die Ärzte nicht vorhersagen. „Lotta Wundertüte: Man weiß nie, was drin ist“, sagt einer.