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istock/metinkiyak

Viele herzkranke Kinder werden mit einem Monitor aus der Klinik entlassen. Das bedeutet für einige Eltern eine Beruhigung, weil sie ihr Kind „gut überwacht“ finden. Andere Eltern fühlen sich davon extrem gestresst, vor allem, weil auch Fehlalarme möglich sind. Diese sorgen für  beträchtliche (nächtliche) Aufregung. Auch in den Krankenhäusern sind Monitore unverzichtbar.

Allerdings stehen Diagnoseverfahren zur Beurteilung der Atembeeinträchtigung erst für Kinder ab fünf Jahren zur Verfügung. Außerdem liefern sie nur Momentaufnahmen während der ärztlichen Untersuchung und lassen deshalb nur bedingt Rückschlüsse den Alltag zu.

Die Projektpartner um den Forscher Sohrabi wollen ein berührungsloses Langzeitmonitoring mit 3D-Kameras und Mikrofonen für Säuglinge und Kleinkinder entwickeln. So sollen über Körperbewegungen, Körpertemperatur und Atemgeräusche krankheitsrelevante Symptome erfasst, mittels künstlicher Intelligenz automatisch erkannt und bewertet werden. Eltern und Ärzte können mit Blick auf diese Ereignisse Trends erkennen und Maßnahmen ergreifen. Darüber hinaus informiert eine mobile App, wenn kritische Situationen auftreten.