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istock/gpoint studio

An unsere Sozialrechtshotline wenden sich teilweise verzweifelte bzw. resignierte Eltern wegen der mit Stolpersteinen gepflasterten Schullaufbahn ihrer herzkranken Kinder. Uns wird von schier unüberwindlichen Schwierigkeiten bei der Gewährung von Nachteilsausgleichen, sonderpädagogischem Förderbedarf u.v.m. berichtet.

Diese stehen im krassen Widerspruch mit den Ergebnissen einer bundesweiten Umfrage des KN AHF, nach der knapp 83 Prozent der Studienteilnehmer eine normale Grundschule besuche und rund 46 Prozent –unabhängig vom Schweregrad ihrer Herzerkrankung – die Hochschulreife erreiche (der Bundesdurchschnitt liegt bei 32 Prozent).

Die Forscher schließen daraus, dass selbst herzfehlerbedingte Entwicklungsbeeinträchtigungen und Herz-Operationen die schulische Karriere nicht beeinträchtigen. 
Insbesondere Kinder mit schweren angeborenen Herzfehlern wiederholen jedoch z.B. wegen erkrankungsbedingter Klinikaufenthalte häufiger ein Schuljahr als ihre gesunden Altersgenossen und ein erheblicher Anteil erhielt Förderunterricht. 
Vor allem beim Schulsport mangelt es laut den Anfragen an unsere Sozialrechtshotline an informierten, kreativen und engagierten Sportlehrern, die von ihrem Ermessensspielraum keinen Gebrauch machen, was mit schlechten Sportnoten endet. 
Deshalb lassen viele Eltern ihr Kind dann ganz oder teilweise vom Schulsport befreien, was zu Bewegungsmangel und Ausgrenzung führen kann. Das hilfreiche Sportattest der DGPK ist leider vielen nicht bekannt.

Vielleicht wenden sich überwiegend Familien mit schwer beeinträchtigten herzkranken Kindern mit hohem Leidensdruck an uns oder deren Schulen und Lehrpersonal sind besonders unzugänglich, was Unterstützungsmöglichkeiten der Kinder angeht.