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istock/scyther

Gerade herzkranke Kinder müssen viele schmerzhafte, aber unvermeidliche Prozeduren über sich ergehen lassen, auch wenn sie oft noch zu jung sind, um die Notwendigkeit verstehen zu können: Operationen am offenen Herzen, unangenehme Herzkatheter, übelschmeckende Medikamente und vieles mehr. Am häufigsten jedoch werden sie von den „Weißkitteln“ gepiekst: zum Blutabnehmen, zum Impfen oder zum Legen von Sonden, Venenzugängen, Kathetern. Das endet ganz oft mit einer panischen Angst vor Spritzen. Zum Teil werden vor Anlegen der Infusion in der Klinik sogenannte „Zauberpflaster“ auf den Handrücken oder die Ellenbeuge zur örtlichen Betäubung geklebt.

Eine einfache, kostengünstige, elektrische Zahnbürste kann Injektionen bei Kindern erleichtern. Dermatologen aus North Carolina, USA, haben es getestet: sie drückten die Borsten direkt neben die Einstichstelle. Das lindert Schmerzen per Vibrationsanästhesie. Werden Nervenfasern durch andere Reize überstimuliert, kommen sie erst gar nicht auf die Idee, Schmerzen ans Gehirn zu leiten. Die Ärzte sollten die Zahnbüste dem Kind am besten vorher zeigen, vielleicht einen Witz machen, dass wir ja eigentlich damit die Zähne putzen.