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Michael Eikelmann und Sascha Hassenewert haben eine besondere Beziehung zum Tod. Der eine ist ihm knapp entkommen, der andere hat seit vielen Jahren durch wöchentliche Blutspenden dazu beigetragen, dass 103 Menschen überlebten.

Theoretisch ist es möglich, dass auch Hassenewert sein Blut erhalten hat. Beide haben die Blutgruppe „0 positiv“.  Sascha Hassenewert kam mit einem Herzfehler zur Welt. 2016 wurde er wegen eines Blutgerinnsels im Herzen notoperiert. Er lag fünf Tage im Koma, bekam schließlich ein Kunstherz, das der Körper jedoch abstieß. Nach Monaten auf der Warteliste erhielt er 2017 ein Spenderherz. Bei der Transplantation benötigten die Ärzte 52 Liter fremdes Blut. Zu verdanken hat er das vielen: den Ärzten, den Pflegern, dem Organ-Spender – und 104 Blutspendern, denn die Ärzte benötigten während der Transplantation 52 Liter fremdes Blut. „Ohne das Blut nützt auch das Spenderherz oder die Leistung des Arztes nichts“ so Hassenewert.

Vollblutspenden sind bei Männern sechs Mal im Jahr möglich, bei Frauen vier Mal. Spender müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Das Plasmaspenden ist wöchentlich möglich.

In Deutschland werden täglich etwa 14.000 Blutspenden benötigt. Doch nur zwei bis drei Prozent der Bevölkerung spenden regelmäßig Blut. Besonders in den Ferien komme es immer wieder zu Engpässen in der Blutversorgung, bedauert die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI).  Nur durch die wiederkehrende Bereitschaft ihrer Blutspender kann die DGTI Qualität, Sicherheit und die jederzeitige Verfügbarkeit von Blut und Blutprodukten für die Patientenbehandlung gewährleisten.  Die sichere Blutübertragung hat der österreichische Karl Landsteiner (1868–1943) durch seine Entdeckungen möglich gemacht, dessen Geburtstag sich am 14.06.2018 zum 150. Mal jährt. Er erhielt dafür den Medizin-Nobelpreis.

 

 

Bildquelle: BRK